Freiwilligenarbeit in Chile

Pia über ihre Freiwilligenarbeit in Santiago

„Anfang Januar flog ich nach Santiago de Chile, um dort meiner Tätigkeit als Freiwillige nachzugehen. Schon im Flugzeug war ich unglaublich gespannt aber auch nervös und zeitweise wäre ich – Angsthase – am liebsten doch wieder zurückgeflogen und hätte das kommende halbe Jahr abgesagt – gut, dass ich es nicht gemacht habe! Als ich in meiner WG angekommen bin, war mir sofort klar, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und doch diese ganz neuen Erfahrungen ausprobiert habe. Geplant war, dass ich zwei Wochen eine Sprachschule besuche und danach viereinhalb Monate eine Freiwilligenarbeit in einem Waisenheim mache. Da in Chile nicht alles ganz so organisiert ist wie in Europa, habe ich im Endeffekt nur drei Monate eine Freiwilligenarbeit gemacht – den Rest der Zeit habe ich gut genützt, um durch ganz Chile zu reisen. Chile ist eines der abwechslungsreichsten Länder das ich bis jetzt kennen lernen durfte. Im Norden befindet sich die Atacama-Wüste und im Süden ist es „fast schon so“ wie bei uns in Mitteleuropa, kühler und mit vielen Bäumen. Man kann sich überhaut nicht entscheiden wo man es schöner findet, weil einfach alles toll ist. Mit einer Freundin habe ich die W-Wanderung in Patagonien gemacht, worauf wir unglaublich stolz sind.

Die Freiwilligenarbeit die ich gemacht habe war auch richtig schön. Mich hat es immer sehr glücklich gemacht als ich die Kinder, trotz ihrer schwierigen Kindheit, lachen gesehen habe. Besonders stolz war miterleben zu dürfen wie die Kinder ihre ersten Schritte oder selbständig zu gehen begonnen haben. All meine Bemühungen haben sich ausgezahlt, auch wenn nicht immer alles beim ersten mal geklappt hat. Ich war in zwei verschiedenen Waisenhäusern und beide waren sehr schön. Es war nicht immer einfach, vor allem weil die Chilenen nicht verstehen, dass sie ein bisschen deutlicher reden sollten oder wenn man etwas nicht versteht nicht gleich auf „Englisch“ wechseln sollten, man gewöhnt sich aber schnell daran.

Ich würde einfach jedem der mich fragt empfehlen, eine Zeit im Ausland zu leben, weil man dadurch sich selbst besser kennenlernt, anderes Essen ausprobieren kann, eine neue ganz andere Kultur kennenlernen darf und weil es einfach mal Spaß macht auf sich alleine gestellt zu sein und man danach stolz ist, dass man alles geschafft hat. Außerdem findet man so viele neue Freunde auf der ganzen Welt, dass es immer wieder schön ist zurück nach Chile zu fliegen.“

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